Systemische Aufstellungen

Was sind Systeme

 

Wir alle gehören zu verschiedenen Gruppen, auch Systeme genannt.

Zunächst zu unseren Eltern und Geschwistern, aber auch zu den Menschen, mit denen wir verwandt sind.

Es folgen Kindergarten, Schule, Freunde, eventuell Kirche, Pfadfinder/Jungschar, Sport-/Musikverein, Ausbildung / Studium,  Beruf, Partnerschaft und vieles mehr.

 

Im Beruf begegnen wir weiteren Systemen wie dem Betrieb als ganzes, der Abteilung, dem Team, Kollegen, Kunden, Geschäftskontakten usw.

 

Überall gelten ausgesprochene, aber auch sehr viele unausgesprochene Regeln.

Sie zu beachten sichert die Zugehörigkeit zu dem jeweiligen Gruppensystem.

 

Damit meine ich beispielsweise

  • Einordnen in die vorhandene Hierarchie
  • Den eigenen Platz im System finden
  • Den in der Gruppe üblichen Umgang miteinander pflegen (Verhalten, Wortwahl...)

Andere Verhaltensweisen haben Folgen - z.B. ausgegrenzt werden, nicht für voll genommen werden, nicht erwünscht sein.

 

 

Sie merken schon:

Ein System zu dem wir gehören kann uns fördern, aber auch hindern.

Uns Kraft geben, Mut, Selbstvertrauen und Zuversicht oder auch klein halten mit der Tendenz sich unsichtbar zu machen, nur auf wackeligen Beinen zu stehen.

Also ein sehr interessantes Thema.

 

 

Warum Aufstellungen

 

Systemische Aufstellungen haben den Sinn, dass man Zusammenhänge sicht- und erlebbar machen kann.

Voraussetzung dafür ist lediglich, dass man ein echtes Anliegen hat.

Das könnte sein: "Ich möchte gerne voll und ganz in meine Kraft kommen"

oder:   "Ich fühle mich in meiner Familie, als würde ich nicht richtig dazu gehören"

oder:   "Ich komme mit meinem Chef einfach nicht zurecht"

oder:   "Seit wir ein Kind haben, komme ich mit meinem Mann/meiner Frau nicht mehr klar"

 

Dies sind nur ein paar Beispiele, damit Sie einen Eindruck bekommen, welche Themen man mit Aufstellungen anschauen und klären kann.

 

Häufig geht es um Beziehungen zu einem anderen Menschen oder einer Gruppe.

Manchmal geht es auch um Entscheidungen, die man treffen möchte/sollte/muss.

Oder darum eine gute Wahl zu treffen.

 

 

Systemische Grundlagen und meine eigene Geschichte

 

Meine eigene Geschichte mit den systemischen Aufstellungen begann 1998.

Einige Jahre bevor ich geboren wurde, hatte meine Mutter eine Todgeburt (ein Junge), dann eine Fehlgeburt im 5. Monat (ein Mädchen).

Erstaunlicherweise vermisste ich meinen Bruder, von dem ich ja nur gehört hatte, seit ich Kind war sehr. Das war der Grund für meine erste Aufstellung.

Übrigens war ich damit aufgewachsen, dass meine Mutter sagte: "Christa ist unsere Einzige". Mein Bruder und meine Schwester wurden nicht erwähnt.

Am Ende der Aufstellung ging es mir gut, als ich mit meinen beiden Geschwistern in der richtigen Reihenfolge vor unseren Eltern stand.

Endlich durfte ich an der dritten Stelle stehen als das dritt geborene Kind. Das entlastet mich bis heute enorm.

 

Hätten Sie das gedacht?

Auch verstorbene Familienmitglieder gehören dazu und haben ihren Platz im Familiensystem.

Ebenso wie abgetriebene Kinder, außereheliche oder uneheliche Kinder, Angehörige mit Handicap, Suchtproblematiken, Kleinwüchsigkeit, schlimmen Schicksalen, Missbrauch, sogenannte schwarze Schafe usw.

 

Diesen sogenannten Ordnungen der Liebe folgt das Familiensystem.

Jeder gehört dazu, ohne Ausnahme. Wird jemand verschwiegen oder ausgeschlossen, entsteht eine Schieflage und es entstehen vielfältige Schwierigkeiten. Dazu gibt es viel gute Literatur. Stellvertretend möchte ich das Buch von Berthold Ulsamer "Ohne Wurzeln keine Flügel" nennen. Ich habe ihn bei meiner Fortbildung vor vielen Jahren sehr schätzen gelernt.

 

Doch zurück zu meiner eigenen Geschichte:

Zuerst arbeitete ich mit Hilfe verschiedener Aufstellerinnen an meiner Herkunftsfamilie (Eltern, Geschwister).

Dann an meiner Gegenwartsfamilie, vergangenen Partnerschaften mit Trennung und Scheidung.

 

Nicht nur gelernt, sondern erlebt habe ich dabei wie wichtig es ist, dass jeder im System gesehen und geachtet wird.

Dass ausgesprochen wird, was noch zu sagen ist und in angemessener Weise zum Ausdruck gebracht wird.

Man symbolisch zurück gibt, was man für andere - oft aus Liebe - bewusst oder unbewusst getragen hat. Und zurück

nimmt, was zu einem gehört.

 

Inzwischen hatte ich selbst meine Ausbildung zur Systemischen Aufstellerin im Jahr 2000 abgeschlossen und begleitete viele Menschen mit Anliegen durch Systemische Aufstellungen. So bin ich vielen verschiedenen Themen begegnet.

Auch Mobbing, Kraft für die Selbständigkeit im Beruf, Partnersuche, zurecht kommen mit Vater/Mutter/Geschwistern,  Abgrenzung von der Herkunftsfamilie des Partners, Kriegsverbrechen, Standfestigkeit im Leben erreichen, Wahl des künftigen Wohnorts, Integration des Kindes aus der ersten Ehe des Partners gehörten dazu.

 

 

Wie kann man sich nun eine Systemische Aufstellung vorstellen?

 

Möglichkeiten:

 

-> Aufstellen mit Stellvertretern in einer Gruppe (Absolute Verschwiegenheit wird vereinbart)

     Nötig für Klärung der Herkunftsfamilie und der Gegenwartsfamilie

 

-> Aufstellen in der Einzelarbeit mit dem Systembrett, Symbolen oder Bodenankern

     Für alle Anliegen persönlicher, familiärer, partnerschaftlicher und beruflicher Art.

 

 

Aufstellen mit Stellvertretern läuft so ab:

 

Der Klient/die Klientin nennt dem Aufsteller (ausgebildeter Leiter für Aufstellungsprozesse) und der Gruppe in kurzen Sätzen sein Anliegen. Ohne Erklärungen und Schuldzuweisungen.

Wenn notwendig, stelle ich als Aufstellerin noch Fragen. Dann lasse in den/die Klient/-in Stellvertreter aus der Gruppe auswählen und sie im Raum aufstellen. So wie er es dem Bauch heraus empfindet.

Die Stellvertreter fühlen sich an diesem Platz ein und werden dann von mir gefragt, wie es ihnen und im Kontext mit den anderen Stellvertretern geht.

Es entwickelt sich sicht- und spürbar ein Energiefeld, das dem des aufgestellten Systems sehr nahe kommt.

Durch verändern der Plätze, aussprechen von Statements die der Aufsteller nennt, benennen dessen was ist usw., arbeiten wir uns in die gute Lösung für den/die Klientin. In Richtung eines guten Energieflusses und Ordnung und Klarheit für alle.

Wenn wir am Ende der Aufstellung angelangt sind, entlässt der/die Klient/-in wieder die Stellvertreter aus ihrer Rolle.

 

Die Aufgabe von mir als Aufstellerin ist,

dafür zu sorgen, dass die Ernsthaftigkeit erhalten bleibt,

nur für die Personen Stellvertreter gewählt werden, die auch wirklich für die Aufstellung gebraucht werden,

der Umgang mit Achtung und Respekt erfolgt,

den Prozess der Aufstellung achtsam in der Hand zu behalten und zu begleiten,

dafür zu sorgen, dass es allen nach der Aufstellung gut geht, auch die Stellvertreter wieder richtig aus den Rollen gegangen sind,

mit ein paar erklärenden Worten das erlebte zum Schluss zusammen zu fassen und ggf. weitere Schritte aufzuzeigen.

 

 

Aufstellen in der Einzelarbeit

 

Mit dem Systembrett können fast alle Themen sehr gut und zeitnah bearbeitet werden.

Erstaunlich gut kann man sich in die sich zeigende Dynamik einfühlen. Die Figuren auf dem Systembrett werden vom Klient ausgewählt, aufgestellt und bewegt. Ich als Aufstellerin schaue es mir an und fühle mich ein. Wir tauschen uns aus und nehmen ggf. auch andere Blickwinkel ein, indem wir aufstehen oder um das Brett herum gehen.

 

Vorteil:

Lösungen können so oft in einer Sitzung erarbeitet werden.

Man muss nicht auf einen Termin für ein Aufstellungs-Seminar oder einen Gruppenabend warten.

Die Arbeit mit dem Systembrett ist sehr intensiv und aufschlussreich.

 

In der Einzelarbeit bieten sich je nach Thema manchmal auch sogenannte Bodenanker an.

Wir verwenden dabei weiße Blätter, die beschriftet werden. Wenn man sich darauf stellt kann man sehr gut fühlen, wie es sich an diesem Platz anfühlt, wie der Stand ist. Gut, um Entscheidungen zu treffen oder die nächsten Schritte auszuprobieren.

 

Kann in der Einzelarbeit ein Nachteil sein:

Wir haben hier keine Rückmeldungen von Stellvertretern.

 

 

Angebote in meiner Praxis:

 

Seminar&Workshop  Systemische Aufstellungen

 

Wir besprechen Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten

und bearbeiten Themen, die Sie mitbringen.

 

Freitags  19.00 - 21.30 Uhr  und

Samstags  10.00 - 14.30 Uhr

Ausgleich: 120,00 € inklusiv Skript

 

 

 

Erlebnisabende Systemische Aufstellungen

Nach einer kurzen Einführung bearbeiten wir Anliegen, die Sie mitbringen.

Längere Aufstellungen sind in diesem Rahmen nicht möglich.

 

einmal im Monat

Ausgleich: 25,00 €

 

 

Einzelsession mit dem Systembrett und / oder Bodenanker

Ausgleich:  70,00 € pro 60 Minuten

Termin nach Vereinbarung:  Tel. 07443 - 2599973